Für Führungskräfte


Photo by g-stockstudio/iStock / Getty Image

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Resilienz

Ursprünglich wurde mit Resilienz nur die Stärke eines Menschen bezeichnet, Lebenskrisen wie schwere Krankheiten, lange Arbeitslosigkeit, Verlust von nahestehenden Menschen oder Ähnliches ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. Später wurde die Bedeutung ausgeweitet. Dies ist mit der Erkenntnis verbunden, dass psychische Widerstandsfähigkeit nicht nur in Extremsituationen, sondern immer von Vorteil ist. Heute ist Resilienz auch in der Arbeitswelt ein bestimmendes Thema geworden. Eben nicht nur aufgrund des rasanten Anstiegs von psychisch bedingten Krankmeldungen, sondern weil resiliente Mitarbeiter und Führungskräfte grundsätzlich mit dynamischen, multikomplexen und unsicheren Umständen besser umgehen können. Sie vertrauen nicht auf Glück oder Zufall, sondern nehmen die Dinge selbst in die Hand und haben ein realistisches Bild von ihren Fähigkeiten


FEAR-Kompass – Authentische Angstführung

In Zeiten der Globalisierung werden Führungskräfte und Mitarbeiter immer häufiger mit komplexen und dynamischen Unternehmensbedingungen konfrontiert. Die hiermit einhergehenden Veränderungen sind oft mit Sorgen und ängstlichen Erwartungen seitens der Mitarbeiter verbunden. Dabei führt übertriebene Angst und Sorge zu einer Einschränkung in der Arbeitsproduktivität, sodass Unternehmen angstverursachte Ressourcenverluste zu verzeichnen haben. Aus diesem Grund müssen Mitarbeiter mit Ängsten als eine gesundheitsökonomisch sehr relevante Gruppe erachtet werden (Jacobi & Wittchen, 2004).

Der von Tim Ruetz entwickelte Angst-Kompass basiert auf dem Akronym FEAR und forciert das Schaffen angsterlaubender Unternehmensbedingungen. Mit einfach strukturierten und in der Praxis umsetzbaren Schritten ist der Kompass für jedes Unternehmen von Bedeutung, um sowohl einen operativen, ergo reagierenden, als auch strategischen und langfristigen Umgang mit Ängsten zu erlernen. Als kritischer Erfolgsfaktor gilt die Angst-Kommunikation, denn nur, wenn Führungskräfte als Ansprechpartner für Mitarbeiter gelten, können Ängste in Unternehmen offen thematisiert und somit entstigmatisiert werden.

 

 
 

Foto: Christian Zottl (2016) / Ingolstädter Haus im Steinernen Meer

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Foto: Christian Zottl (2016) / Rauriser Tal

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